Der Rochusaltar von 1530 ist eine herausragende Schnitzarbeit im Übergang von der Spätgotik zur Renaissance. Die manieristisch verlängerten Beine, Stellung der Figuren im lockeren Kontrapost, bis hin zur Darstellung der modischen Kleidung jener Zeit zeugen von dem Übergang zur Renaissance. Der Altar ist dem Pestheiligen St. Rochus, der vom 2. Pestheiligen St. Sebastian (von Pfeilen durchbohrt) flankiert wird, geweiht, d.h. er ist ein Pestaltar. Die Legende: der 1295 geborene St. Rochus half seiner Zeit im Kampf gegen die Pest, erkrankte selbst (auf seinem Bein wird auf ein Pestmal gezeigt) und erhielt das Versprechen der Genesung von einem Engel, wenn er sich in einen Wald zurückzöge. Im Wald versorgte ihn ein Hund mit Brot, wo er dann schließlich auch wieder gesund wurde.
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